Ich habe das Gefühl, zu bemerken, dass es mehr Platz zwischen uns und der Sonne gibt, dass sie noch warm und nah ist, aber nicht mehr so unmittelbar alles dominierend und gleißend, nicht mehr brennend sondern streichelnd. Es wird Herbst.
Kategorie: Allgemein
Statt Land Fluss
Die Hintergründe des Spiegels müssen noch einen Moment warten, an sie ist durch einfaches Nachschauen nicht so leicht heranzukommen, denke ich. Sie bedeuten zu viel, als dass ich mir zutraue, sie an diesem Dienstagmorgen voll zu Gesicht zu bekommen. Stattdessen schaue ich zu, was sich im Vordergrund abspielt, womit sich die untergründig gestützte Oberfläche füllt.… Statt Land Fluss weiterlesen
Wagnis
Manchmal habe ich Angst, dass mir das Schreiben abhanden kommt. Dass ich eines Tages hier sitze und nicht mehr schreiben kann, obwohl ich will. Das ist so, wenn ich lange nicht geschrieben habe, auch diesmal. Dann denke ich, es war bloß Einbildung oder Anstrengung, eine Phase, eine Mode, ein Experiment, eine Verwirrung, Ich und das… Wagnis weiterlesen
Lass mich //Challenge accepted
Ich gehe ins Kino. Mit einem runden Heute im Gepäck breche ich auf ins herbstliche Dämmern, in der frischen Abendluft Harold and Maude anzuschauen (das Sommernachtskino wurde verlängert!). Auf dem leidlich reparierten Rad rumpele ich durch die kleinen Straßen. Die Straßen, die mein Zuhause geworden sind; die Straßen, auf denen ich gelernt habe, dass Sein… Lass mich //Challenge accepted weiterlesen
Oh, wie schön ist Panama
Drei pralle Wochen liegen zwischen heute und dem letzten Eintrag – eine überfordernde Aufgabe, das alles heute Abend zu verpacken. Ich bin noch verbogen und träge von der Nacht im Bus, und außerdem viel zu glücklich, (wieder) Zuhause zu sein. Die Luft ist hier anders, weicher und wärmer. Grün und orange, saftig und samtig ist… Oh, wie schön ist Panama weiterlesen
Slow and sweet
Heute ist ein warmer Valiumkokon, nur ohne Valium. Deshalb vertage ich die anstehenden Auseinandersetzungen (Deine E-Mail, Deine SMS-Nachricht, das Treffen mit Dir, die Kleider beim Schneider) und lass mir weiter arglose die Welt begegnen, wohlwollend wie sie heute ist.
Hm
Stimmt es, dass Du Dich nicht um Dich selbst kümmern konntest, weil ich Dich so sehr in Anspruch genommen habe? Falls ja, wieso habe ich das nicht gemerkt?
Come and hold my hand
Die Figurenkünstlerin, mit der zusammen ich zum ersten Mal Wortkünstlerin war, hat in einem Theaterstück gespielt : Frida und das Wut. Frida ist aufbrausend, impulsiv und wild. Ihr Wut im Schlepptau, gehen Konflikte mit ihr nie friedlich aus: Sie kratzt, beißt und lässt sich auf keinen Kompromiss ein, sei es beim Aushandeln der Schlafenszeit oder… Come and hold my hand weiterlesen
Wuthering Heights
Gerade erkenne ich in mir eine dieser Frauen, die wie wagemutige Blüten voller Lebenshoffnung in Höhen streben, in denen sie von ihren zarten, noch ganz frischen Stängeln nur mit Mühe getragen werden. Es begleiten mich die selbstlose Nancy, die Oliver Twist den entscheidenden Wink hinaus aus seiner Misere schenkt und dafür ihr Leben verliert, und… Wuthering Heights weiterlesen
Auf ein Neues?
Mein Mitbewohner ist SO anstrengend. Vampirhaft knistert er durch die Wohnung, eine leichte Begegnung fällt schwer, immer ist er irgendwie verhuscht, verschlagen, vernebelt. Das Problem: Wir werden für einige Monate mit zwei noch unbekannten neuen Menschen zusammen wohnen, die wir gerade erst suchen. Ich hoffe inständig, dass da was G’scheites bei herum kommt. In mir… Auf ein Neues? weiterlesen