Und: Ich stiefele auf Heideggers Bergpfaden. Sehe Tal, Sonne, Kaiserschmarrn, der mich oben erwartet.
Autor: Lyris
Passung
Der Skateboardmann hat sich übrigens als Flopp herausgestellt. Wenn ich eines in den Trennungswirren des letzten Jahres gelernt habe, dann das: es kann noch so funkeln, es muss da was passen, was durch keinen Schliff zu machen ist. (Und noch was: Aneinander rumschleifen nur mit ganz viel Vorsicht. Was ab ist ist ab, wie beim… Passung weiterlesen
Constant Stranger
Bin ich vollends angekommen in der Krise? Wohl noch nicht so ganz, denn ich beschwere mich viel. Über ungünstige Umstände, bohrende Fraglichkeiten, verpasste Chancen, missglückte Initiativen – kurz, ich stehe mir selbst im Weg. Wo ist sie, diese kühne Mischung aus Schicksalsergebenheit an eine Welt, die ich nur ganz manchmal ändern kann, und Zutrauen, meinen… Constant Stranger weiterlesen
Baumwerdung//Mich aushalten lernen
Ich sitze schniefend in deiner WG-Küche und bin krank (kein Corona, oder?). Seit Samstag habe ich mein Zimmer nicht mehr. Die USA klappen nicht und dem anrückenden Zwischenmieter wollte ich nicht in letzter Sekunde seine Bleibe entziehen. Jetzt bin also ich ohne Bleibe. Neben allem Edelmut hat mich natürlich auch die Miete gelockt; und auch… Baumwerdung//Mich aushalten lernen weiterlesen
Sehnsucht nach Chaos
Die zu zahlenden Preise lassen mich nicht los. Wer darf rein und was kostet der Eintritt? Wer zieht die Grenze zwischen drinnen und draußen, eigen und fremd? Wie? Wann darf die Grenze verschoben werden? Von wem? Warum brauchen wir Grenzen? Weil wir Ordnung brauchen? Warum?
Zu den Wurzeln
Mit 27 entdecke ich, dass ich eine Mutter habe. Auf die Gefahr hin, klischeehaft zu klingen: Meine Füße scheinen mit jedem klappenden Telefonat ein bisschen fester auf der Erde zu stehen. Ist das dieses ominöse Gefühl, auf der Welt einen Platz zu haben, das zutraulichere Charaktere „Urvertrauen“ nennen? „Vom Aufstehen“ ermutigt mich, Helga Schuberts Geschichten… Zu den Wurzeln weiterlesen
Im Vorbeigehen
Ich lerne einen skateboardfahrenden Straßenmusiker kennen, wir verschwärmen uns in SciFi, trinken ein Bier auf meinem Balkon – und dann übernachtet er bei mir, logische Konsequenz. Bei mir, nicht mit mir. Dafür fehlen mir gerade die Körner. Auch wenn ich Lust gehabt hätte. Aber so ganz eindeutig ist die Lage zwischen uns nicht. Als ich… Im Vorbeigehen weiterlesen
28.5.
Bibliotheken sind ein toller Ort. Baden im See tut immer gut. Brot mit Butter ist eine Köstlichkeit. Und: Muskelfaserrisse heilen langsam. Endende Beziehungen sind zusammenbrechende Welten. Freundschaft ist verdammt harte Arbeit.
Kitzel
Die erste Internetbekanntschaft meines Lebens läuft gut. Bücher, Musik, Kindsein und Clubs waren bisher die Themen – aber viel mehr gefällt mir die Mischung aus Verspieltheit und Gelassenheit, die in deiner Stimme liegt. Und Leipzig, du wohnst in Leipzig!
Geschehen
Ich sage dem Vampir, dass er mir nicht gut tut. Frei heraus: es ist nicht schön für mich, dir zu begegnen und deshalb flüchte ich vor dir. Weil ich mich dabei noch möglichst freundlich von dir verabschiede, merkst du es nicht mal. Ich werde meine Ablehnung wohl ab jetzt offener leben (müssen), auch wenn ich… Geschehen weiterlesen