Versuch

Gestern habe ich eine Type aus dem Medizinstudium wiedergetroffen, zum Mittagessen. Er erzählt mir irgendwas von Genforschung in Australien und Crispr und sitzt da in seinem weißen T-Shirt wie frisch aus dem Ei gepellt. Ein richtiger Saubermann, der zur Entspannung vom Examenslernstress einfach mal ne Stunde Klavier spielt oder seine Gesangsübungen macht. Irgendwie habe ich ihn trotzdem ganz gern. Aber so ganz innen drin komme ich nicht mit ihm in Kontakt, bin eher eine frühere Version meiner Selbst, oder auch eine heutige – in jedem Fall gebe ich mich souveräner als ich mich fühle und das ist eher von gestern. Denn das ist nicht gut, damit sollte Schluss sein. Andererseits tut mir ein bisschen Egoshow gerade auch ganz gut. Hm. Wiederholungsbedarf: mittel bis mittelwenig.

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