Ich habe einen Ferienjob (im Wahlamt, Vorbereitung der Bundestagswahl). Zwischendurch überfallen mich große Zweifel, ob es ein Zeichen des Scheiterns ist, mit 28 Ferienjobs zu machen, bei denen man sich fühlt wie beim Praktikum in der zehnten Klasse.
Die Kindheit ist noch ganz lebendig in dir, hat mein Vater mir neulich gesagt. Auch da weiß ich nicht, ob das Rohe, Offene, Spielerische nicht auch Beliebigkeit sein kann, ob ich nicht fester, erwachsener, klarer sein müsste.
Aber die Alternative: Erwachsenensein, lässt mich schon beim dran denken schwerer atmen.
Vielleicht gibt es Sachen, bei denen Erwachsensein wichtig ist – sich entschuldigen können, manchmal gesunde Dinge essen, Fahrrad reparieren – und Sachen, die man nur als Kind schafft. Dann ginge es darum, zuordnen zu lernen, welche Seite gerade gefragt ist.
*Dieser Post lag mir schon länger auf der Seele. Den letzten Stupser hat heute ein anderer Blog gegeben, in dem es um ähnliche Fragen ging – wie fest muss Ich sein?
Wie schön, über die Grenze des eigenen Lebens hinweg miteinander im Gespräch zu sein. Danke für die Inspiration!